Wo sind unsere Führungsspieler? Wo sind die Teamplayer heutzutage?

durch Traction Socks auf July 27, 2020

Servus und Hallo liebe Traction Socks Community.

Wie wir euch versprochen haben, starten wir nun mit unserem Teamplayer-Blog, denn wir sind nicht nur ein gewöhnliches Handelsunternehmen, dass ihre Produkte verkauft, nein, wir sind Traction Socks und wir wollen den Teamgedanken wieder aufleben lassen. Und genau für diese Vision stehen wir mit unserem Unternehmen, denn wir sind dabei, das größte Sockenteam der Welt mich euch zu schaffen.

Doch was steckt hinter dem Wort „Team“? Welche Eigenschaften muss ein echter Teamplayer mitbringen? Wie verhält sich ein Teamplayer in gewissen Situationen wie beispielsweise im Abstiegskampf? Wozu braucht man Führungsspieler in einem Team? Diese Fragen und noch viele weitere stellen wir uns selbst und sind für uns essentiell wichtig für den Sport. Und genau diese Themen wollen wir euch in den nächsten Wochen in unserem Blog nicht nur näher bringen, nein, wir wollen gemeinsam mit euch Werte wie ein gutes Miteinander, das Wir-Gefühl, den Teamplayer-Gedanken und noch viele mehr in die weite Welt tragen. Getreu nach unserem persönlichen Slogan „Traction Socks – Trust the team and win with us“!

Und heute steigen wir mit einem heiß diskutierten Thema gleich ein. Der Nationalmannschaft - DIE MANNSCHAFT, wie sie aktuell bezeichnet wird.

Doch steckt in der DFB-Elf wirklich noch DIE MANNSCHAFT?

Ist im Team noch genug Teamspirit vorhanden, oder fehlen die entscheidenden Teamplayer?

Sind in der jungen DFB-Elf noch genügend Führungsspieler vorhanden, die den Weg vorgeben oder hat sich Jogi Löw mit dem radikalen Umbruch verzockt?

Wir werden für euch auf diese Fragen eingehen und euch unsere Sicht dazu wiedergeben.

Blick in die Vergangenheit – DFB-Elf geprägt von Charaktere

Bevor wir uns aber die aktuelle Situation der deutschen Nationalmannschaft ansehen, lohnt es sich, ein Blick in die Vergangenheit zu werfen. Franz Beckenbauer, Uli Hoeneß, Lothar Matthäus, Matthias Sammer, Stefan Effenberg, Michael Ballack, Oli Kahn, Miro Klose, Bastian Schweinsteiger, Phillip Lahm und wir könnten euch noch viele weitere Beispiele nennen von Spielern, die auf dem Platz vorangegangen sind, sogenannten Führungsspieler. Diese Spieler haben Verantwortung übernommen und zwar in jeder Hinsicht, sei es auf den Platz, oder neben dem Platz, in der Öffentlichkeit, oder auch in der Kabine. Ganz egal, in welcher Situation sich die Mannschaft befunden hat, diese Spieler haben den Kopf dafür hingehalten und haben sich nicht versteckt. Und genau solche Charaktere braucht eine erfolgreiche Mannschaft. Spieler, die nicht klein bei geben, wenn es einmal schlecht läuft, sondern echte Führungsspieler, die vorangehen und die Marschrichtung für den Erfolg der Mannschaft vorgeben.

Führungsspieler? Was genau macht einen solchen „Führungsspieler so besonders oder wie werde ich zu einem Führungsspieler?

Diese Frage wollen wir euch anhand zweier Beispiele beantworten. Und zwar mit den beiden ehemaligen Bayern-Spieler und auch prägenden Spieler beim DFB. Oliver Kahn und Bastian Schweinsteiger, zwei absolute Führungsspieler und Teamplayern.

Weltpokalsieger, UEFA-Champions-League-Sieger, Deutscher Meister, DFB-Pokalsieger und vieles mehr. Oli Kahn hat über ein Jahrzehnt lang, eine Ära beim FC Bayern, aber auch beim DFB geprägt. Doch nicht nur seine Titel sprechen für ihn, nein auch seine Art bzw. sein Charakter haben Oli Kahn zu einem der stärksten Charaktere der Fußballwelt gemacht. Verstecken, Aufgeben, Verlieren, solche Begriffe waren gar nicht im Wortschaft von Kahn vorhanden. Er war ein Muster-Beispiel eines Führungsspielers. Doch warum verbinden mit Oli Kahn viele sofort den Begriff „Führungsspieler“. Wir beantworten euch diese Frage aus unsere Sicht und gehen dabei auf drei wichtige Anhaltspunkte ein.

  • Sein Auftreten auf dem Platz: Kahn war ein Spieler, der immer vorangegangen ist, egal wie der Spielstand war. Er hat seine Vorderleute dirigiert, hatte ein Ausstrahlung, die bei jedem Gegner Respekt und teilweise auch Furcht ausgelöst hat und er hat seine Mitspieler zusammengestaucht, wenn das Spiel nicht in die richtige Richtung gelaufen ist. Er brachte immer 100% Leistung und spielte jedes Spiel mit der Einstellung, als wäre es ein Champions-League Finale. Oli Kahn war der Kopf der Mannschaft und das verkörperte er mit seinem Auftreten. Er hat Selbstbewusstsein ausgestrahlt und dies hat er auf seine Mannschaft übertragen, deswegen war der FC Bayern auch zu dieser Zeit sehr erfolgreich.

  • Sein Auftreten neben dem Platz: Oli Kahn scheute keine Mikrofone und stand auch nach einer verheerenden Niederlage Rede und Antwort. Er war ein Mann der klaren Worte und nahm kein Blatt vor dem Mund, auch in schwierigen Situationen. „Eier, wir brauchen Eier“, jeder kennt diese Aussage und genau für solche Thesen war und ist Oli Kahn bekannt. Ein Führungsspieler muss solche Situation bewältigen können, er muss darauf vorbereitet sein, bei den Medien mehr im Fokus zu stehen wie anderen Spieler und genau das konnte Oli Kahn.

  • Standing in der Mannschaft: Ein Führungsspieler muss in einer Mannschaft nicht immer beliebt sein, aber er muss zu 100% respektiert und anerkannt sein. Und das war Oliver Kahn mit Sicherheit auch. Er war bestimmt nicht bei jedem seiner Mitspieler beliebt, aber sein Wort hatte Gewicht. Und das war das entscheidende, einen Kahn war es egal, ob ein Mitspieler ihn mochte oder nicht, ihm war nur wichtig, dass er alles gibt, um zum Erfolg der Mannschaft beizutragen. Er gab die Richtung innerhalb der Mannschaft vor und war das Sprachrohr des Teams, er war eben ein Führungsspieler.

Diese Attribute verkörperte Oliver Kahn zu 100% und genau deshalb war er auch so erfolgreich. Er war ein Leader, ein Führungsspieler, aber er war kein Egoist, er stellte sich immer in den Dienst der Mannschaft und genau das machte ihn so besonders und wertvoll!

Bastian Schweinsteiger – Der Held des WM-Finales 2014

Es ist der 13.07.2014 im Estadio do Maracana in Rio de Janeiro (Brasilien). Wir schreiben die 120. Minute des WM-Finales 2014 zwischen Deutschland und Argentinien. Es steht 1:0 für die DFB-Elf. Argentinien versucht noch alles, um den Ausgleich zu erzielen und sich ins Elfmeterschießen zu retten. Die Spieler beider Mannschaft sind erschöpft und bringen eigentlich keine vernünftige Aktion mehr zusammen bzw. können sich gerade noch so auf den Beinen halten. Doch ein Spieler ragt heraus. Er wirft sich in jeden Zweikampf, verteidigt als wäre es sein letztes Spiel. Er hat eine kleine Platzwunde unter dem Auge, doch das interessiert ihn nicht. Er gibt alles, um dieses Spiel zu gewinnen. Er pusht lautstark seine Mitspieler, er gibt keinen Ball verloren und er behält trotzdem die Ruhe und die Coolness am Ball. Dieser Spieler trägt die Nummer 7 am Rücken und heißt Bastian Schweinsteiger.

Basti Schweinsteiger ist ein weiteres Beispiel für einen Führungsspieler, wie es sich jeder Trainer wünscht. Wir haben euch bereits die meisten Eigenschaften eines - oft als „Leader“ genannten - Spielers bereits am Beispiel von Oliver Kahn genannt. Doch wir wollen trotzdem nochmal auf Schweinsteiger eingehen, weil sein Einsatz in der WM 2014 unvergessen bleibt und zudem auch zeigt, welch starker Charakter hinter der Person Bastian Schweinsteiger steckt.

Jeder von euch kann sich wahrscheinlich an die Situation von 2014 erinnern. Schweinsteiger war geplagt von Verletzungen, war nicht mehr unbedingt unumstrittener Stammspieler beim FC Bayern und auch bei der DFB-Elf überzeugte er nicht mehr auf ganzer Linie. Dennoch nahm in Jogi Löw mit zur WM. Er konnte gar nicht anders, den Schweinsteiger war eine der Schlüsselfiguren der Nationalmannschaft, er war der Leader im Team. Doch seine Verletzungen machte ihn zu Schaffen, er war nicht fit, als die Mannschaft Richtung Brasilien aufbrach. Löw wusste, Schweinsteiger musste sich seine Fitness über die Trainingseinheiten während der WM und auch durch Kurzeinsätze in den ersten Spielen holen. Aber ihm war auch klar, dass schon alleine die Präsenz von Bastian innerhalb der Mannschaft von hohen Wert war. Er war ein Führungsspieler, junge Spieler baten ihm um Rat, er pushte die Mannschaft im Training und im Spiel und das machte ihn so wertvoll, auch wenn er noch nicht zu 100% fit war. Das war auch der Grund, warum er in den ersten beiden Gruppenspiele nicht von Anfang an auf dem Platz war. Als ehrgeiziger Spieler könnte man schmollen, weil man nicht spielt. Aber nicht ein Bastian Schweinsteiger. Basti stand an der Seitenlinie, ja er stand, er saß nicht auf der Auswechselbank und schmollte, nein er stand. Er stand da, wie ein Co-Trainer von Jogi Löw und gab von außen Anweisungen ans Team, wie wenn er selbst mitspielen würde aber halt nur von außen und nicht direkt am Spielfeld. Nach und nach holte sich Schweinsteiger die notwendige Fitness, bis er dann im dritten Gruppenspiel seinen ersten Einsatz von Beginn an hatte. Von da an führte er die DFB-Elf als echter Leader am Platz durch die Gruppenphase und die K.O-Spiele ins unvergessene Finale von Maracana. Und die Leistung, die Schweinsteiger in diesem Final zeigte, wird für immer in Erinnerung bleiben. Er kam als verletzungsgeplagter „Oldie“ zur WM und ging als WM-Held 2014 nach Hause. Sein Einsatz in diesem Spiel war eines echten Führungsspieler würdig. Sicherlich kann sich jeder von euch an dieses Spiel erinnern. Bastian gab keinen Zweikampf verloren, er warf sich in jeden Angriff, der auf das deutsche Tor zu steuerte, er pushte seine Mitspieler, er dirigierte das komplette Spiel der DFB-Elf, er forderte 100% von seinen Nebenmännern und das wichtigste, er gab nie auf. Dies zeigt von einen wahrlich großen Charakter und ist für euch ein weiteres Muster-Beispiel eines Leaders bzw. eines Führungsspielers.

Doch nun zurück zur Gegenwart. Die deutsche Nationalmannschaft steht aktuell sehr stark in der Kritik. Oft fällt die Aussage, dass keine richtigen Führungsspieler mehr im Team vorhanden sind. Doch ist das wirklich so? Fehlen der DFB-Elf echte Leader? Ist die Mannschaft vielleicht einfach nicht erfahren genug? Wir geben euch nun unsere Sicht der Dinge wieder.

Zuerst einmal sollte das große Ganze betrachtet werden. In der deutschen Nationalmannschaft wurde der Umbruch eingeleitet. Jogi Löw hat nun keine leichte Aufgabe vor der Brust, altgediente Spieler wir Miro Klose, Phillip Lahm, Bastian Schweinsteiger, Lukas Podolski und einige mehr sind zurückgetreten und mussten durch neue, junge Spieler ersetzt werden. Andere Nationen wie beispielsweise die Niederlande oder auch Frankreich haben diesen Umbruch bereits hinter sich und waren damit sehr erfolgreich. Sie spielen nun einen attraktiven, offensive Fußball. Auch Spanien hat eine Verjüngungskur eingeleitet und auch bei ihnen fruchtet der Umbruch, wie man am eindrucksvollen 6:0 gegen die DFB-Elf sieht. Doch warum tut sich dann die deutsche Nationalmannschaft mit dem Umbruch so schwer?

An der fehlenden Qualität der Einzelspieler mangelt es mit Sicherheit nicht, denn alle Spieler haben enormes Potential eine neue Ära beim DFB zu prägen. Spieler wie Kai Havertz, Leroy Sane, Serge Gnabry, Niklas Süle haben unglaubliche Fähigkeiten und sind Weltklasse-Spieler. Sie beweisen es auch Woche für Woche in ihren Vereinen, welch großes Potential in ihnen steckt. Leider funktioniert es bislang in der Nationalelf aber noch nicht so, wie es sich der Bundestrainer vorstellt. Ihr denk euch jetzt bestimmt, was ist der Unterschied zwischen der DFB-Elf und der Vereinsmannschaft ? Wir sagen es euch. In der Nationalmannschaft werden alle Augen auf die jungen Spieler gerichtet, in der Vereinsmannschaft vielleicht eher nicht, weil dort andere Spieler als sogenannten Führungsspieler in der Verantwortung stehen. Nehmen wir als Beispiel den FC Bayern. Hier sind ein Alaba, ein Müller, ein Lewandowski oder auch ein Boateng die klaren Leader in der 

 

Mannschaft Sie übernehmen die Verantwortung auf und neben den Platz. Kreative Spieler wie Sane, Gnabry oder auch junge Talente wie Musiala können befreit aufspielen, weil sie noch nicht derart in der Verantwortung stehen, wie die erfahreneren Mitspieler.

Und genau hier sehen wir das Problem beim DFB-Team. Durch den radikalen Umbruch sind nur noch wenige erfahrene Spieler vorhanden. Dies sind Manuel Neuer, Toni Kroos und Ilkay Gündogan. Kroos und Gündogan sind eher ruhigere Charakter und somit übernehmen sie auf dem Platz meist nicht genügend Verantwortung. Folglich fehlen der jungen Mannschaft absolute Leader auf dem Platz. Läuft es während des Spiels schlecht, wie beim 6:0 gegen Spanien, nimmt das die Mannschaft so hin und lässt es über sich ergehen, da niemand auf dem Platz dazwischen grätscht und durch Kommunikation die Mannschaft wach rüttelt. In solchen Situationen wären Führungsspieler gefragt, die auch mal laut werden auf dem Spielfeld und die Mitspieler zusammenstauchen, wenn es sein muss. Doch solche Charaktere sind aktuell in der deutschen Nationalmannschaft nicht ausreichend vorhanden. Ein Joshua Kimmich ist prädestiniert als Leader auf dem Platz zu agieren, doch er ist leider verletzt. Er zeigt bereits beim FC Bayern, dass er ein Spieler ist, der vorangeht und immer gewinnen will. Auch Leon Goretzka oder Niklas Süle könnten in solche eine Rolle schlüpfen, doch sie brauchen unserer Meinung nach noch ein wenig Zeit, damit sie sich zu echten Führungsspielern entwickeln können.

Was nun? Umbruch stoppen? Nein – aber gezielt umsetzen!

Doch nun stellt sich die Frage, was kann Jogi Löw tun, um wieder erfolgreich zu sein. Wir haben dazu eine klare Meinung. Der Umbruch tut der deutschen Nationalmannschaft gut, dies steht außer Frage. Frischer Wind durch neue, hoch talentierte Spieler macht den deutschen Fußball attraktiv. Doch man muss diesen Umbruch gezielt umsetzen. Für einen gezielten Umbruch werden innerhalb der Mannschaft eine handvoll erfahrene Kräfte benötigt, die den jungen Spielern die Marschrichtung vorgeben. Nehmen wir uns das Beispiel Spanien. Luis Enrique hat dort auch den Umbruch geschafft. Er hat sich aber mit David de Gea, Sergio Ramos, Sergio Busquets und Koke arrivierte Kräfte behalten, die die junge Mannschaft führen sollen. Und genau diesen Weg sollte Jogi Löw auch gehen. Wir haben die ganz klare Meinung, dass mit Neuer, Hummels, Müller, Boateng und Kimmich ein Block an erfahrenen Führungsspieler vorhanden sein sollte, um den eine DFB-Elf aufgebaut werden kann, die für jungen, wilden, attraktiven Offensiv-Fußball steht.

Also bitte Jogi, hol Müller, Boateng und Hummels zurück! Sie sind absolute Leistungsträger in ihren Vereinen und können helfen, den Umbruch im DFB-Team erfolgreich zu gestalten.

Liebe Teamplayer von Traction Socks, ich denke mit diesem Schlusssatz können wir unseren Blogbeitrag beenden. Wir würden uns freuen, wenn wir Feedback von euch bekommen. Gerne könnt ihr euch auch bei uns melden und das Thema mit uns diskutieren bzw. eure Einschätzung zu der aktuellen Situation der DFB-Elf geben. Wir würden uns sehr freuen von euch zu hören!

Bis dahin, bleibt gesund und sportlich!

 

Eure Traction Socks Team

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